Tchibo elektronischer Bauchmuskelstimulierer EMS Bauchgürtel 2016

Tchibo Bauchmuskeltrainer

Tchibo Bauchmuskeltrainer

Der Tchibo EMS Bauchmuskelgürtel ist ein zwischen 80 und 130 cm langer Gürtel mit 4 eingenähten Elektroden.

Zusätzlich liegen dem Paket zwei Klebeelektroden bei, die beliebig am Körper positioniert werden können.

Da es sich um ein einkanal Gerät handelt, kann entweder der Bauchgürtel oder das Elektrodenpaar benutzt werden.

Das Steuergerät kann am Bauchgurt befestigt werden, so dass man sich mit dem Gurt frei bewegen kann und damit auch die Hände frei hat. Das EMS-Gerät bietet 5 verschiedene Programme die bis zu 31 Minuten dauern. Neben dem Programm kann einzig die Intensität zwischen 1 und 40 eingestellt werden.

Insgesamt ist das Gerät für den Preis ein klarer Kauf.

Wahnsinn und auch komisch

Ich will hier nur kurz meine Erfahrung mitteilen. Das Training ist merkwürdig aber auch effektiv. Muskeln, die sich wie von Geisterhand zusammenziehen. Schweiß, obwohl man sich gar nicht bewegt. Ermüdung, obwohl man sich 20 Minuten nicht bewegt hat. Trotzdem macht es Spaß und ich fühle mich besser.

Elektronischer Muskelaufbau

Wie Funktioniert der elektronische Muskelaufbau?

Das Prinzip des elektronischen Muskelaufbaus ist die elektrische Stimulation der Muskeln. Hierzu werden die Muskeln über Elektroden und durch Reizstrom zur Kontraktion angeregt.

Medizinisch besteht ein Muskel aus verschiedenen Fasern. Diese Fasern unterteilen sich in der Hauptsache in zwei Typen. Die sog. S-Fasern (S=slow), die sich tendenziell langsamer zusammenziehen und für ausdauernde Tätigkeiten wie z.B. Fahrradfahren benötigt werden und die sog. F-Fasern (F=fast), die schneller zucken können und z.B. für Sprints benötigt werden. Darüber hinaus gibt es weitere spezielle Typen für z.B. die Augenlider, die wir aber nicht weiter betrachten wollen.

Um die S-Fasern zu Trainieren, benötigt man ein spezielles Krafttraining mit hoher Intensität und vielen Wiederholungen. Die F-Fasern hingegen können durch den elektronischen Muskelaufbau EMS trainiert werden. Die Besonderheit des EMS-Trainings ist darüber hinaus, dass wesentlich mehr F-Fasern trainiert werden, als es mit einem herkömmlichen Training möglich wäre.
Wie Läuft ein Training in Der Regel ab?

Bei EMS-Training werden Elektroden an Muskelgruppen angeschlossen und diese über Reizstrom stimuliert. In sog. EMS Studios erhält man dazu in der Regel einen eng anliegenden Anzug, der einem Fahrradanzug ähnelt. Der Anzug wird mit warmen Wasser befeuchtet um die Leitfähigkeit zur Haut herzustellen. Darauf werden Elektroden mit elastischen Bändern befestigt. Üblicherweise können 4-6 Muskelgruppen gleichzeitig stimuliert und somit trainiert werden. Das Training selbst dauert etwa 20 Minuten und wird je nach Studio in einer statischen Position oder durch einfache Übungen unterstützt.

Ein Training von 20 Minuten Dauer soll dabei den Effekt von bis zu 5 Stunden konventionellem Training haben.
Muss man darüber hinaus überhaupt noch Trainieren?

Wie schon beschrieben, trainiert das elektronische Muskelaufbautraining nur die F-Fasern. Um auch die S-Fasern zu trainieren, sollte weiterhin Ausdauer-Training wie z.B. Radfahren, Laufen oder Schwimmen durchgeführt werden.
GIBT es Nebenwirkungen oder Gefahren?

Wie bei jedem Training gibt es auch beim EMS-Traing Indikationen, die gegen den Einsatz vom EMS sprechen. Besonders Menschen, die an Epilepsie leiden oder einen Herzschrittmacher haben wird von EMS-Training abgeraten. Ansonsten hat das Training kaum bekannte Nebenwirkungen. Berichte über negative Auswirkungen des EMS-Training, haben wir in der Rubrik Negative-EMS-News, zusammengefasst. Sollten Sie unsicher sein, ob das Training für Sie gesundheitlich zumutbar ist, sprechen Sie am besten vor Trainingstart mit Ihrem Hausarzt.

EMS Hintergründe

EMS ist die Abkürzung für elektronische Muskel Stimulation

EMS-Training ist damit ein Training bei dem die Muskeln elektrisch stimuliert werden.

Konkret wird beim EMS-Training die Muskelzelle direkt durch elektrische Reize erregt; diese Reize müssen dabei bedeutend größer und länger sein als bei der Stimulation von Nerven. In beiden Fällen kann die funktionelle Elektrostimulation mit Oberflächenelektroden über die Haut (als Regelfall bei Training und Rehabilitation) oder mit implantierten Elektroden erfolgen. Durch Änderung der EMS-Reizfrequenz können verschiedene Bereiche des Muskelfaserspektrums unterschiedlich stark beansprucht werden. Bei Frequenzen zwischen 50 und 200 Hz werden mehr die schnellen Muskelfasern aktiviert, während Frequenzen zwischen 5 und 10 Hz eher zur Verbesserung der Ausdauerfähigkeit geeignet sind, für die die langsamen Muskelfasern zuständig sind. Diese Form der Stimulation wird auch als EMS-Training bezeichnet und mindestens seit den 1970ern sowohl auf ihre Einsatztauglichkeit bei Spitzensportlern als auch zur Rehabilitation hin untersucht. Da die Stimulation nicht über den physiologischen Weg (Nervensystem → Muskel) abläuft, sondern auf direkte Art erfolgt, ist die Elektromyostimulation nur begrenzt sinnvoll einsetzbar. Sie kann in Ruhe oder nur mit einfachen Bewegungen kombiniert erfolgen, sodass die Koordinationsfähigkeit nicht entsprechend verbessert wird.Die wissenschaftliche Datenlage zur Wirksamkeit ist insgesamt sehr dünn und zeigt keinen vergleichbaren Effekt zu körperlichem Training.

Quelle: wikipedia.de