Elektronischer Muskelaufbau

Wie Funktioniert der elektronische Muskelaufbau?

Das Prinzip des elektronischen Muskelaufbaus ist die elektrische Stimulation der Muskeln. Hierzu werden die Muskeln über Elektroden und durch Reizstrom zur Kontraktion angeregt.

Medizinisch besteht ein Muskel aus verschiedenen Fasern. Diese Fasern unterteilen sich in der Hauptsache in zwei Typen. Die sog. S-Fasern (S=slow), die sich tendenziell langsamer zusammenziehen und für ausdauernde Tätigkeiten wie z.B. Fahrradfahren benötigt werden und die sog. F-Fasern (F=fast), die schneller zucken können und z.B. für Sprints benötigt werden. Darüber hinaus gibt es weitere spezielle Typen für z.B. die Augenlider, die wir aber nicht weiter betrachten wollen.

Um die S-Fasern zu Trainieren, benötigt man ein spezielles Krafttraining mit hoher Intensität und vielen Wiederholungen. Die F-Fasern hingegen können durch den elektronischen Muskelaufbau EMS trainiert werden. Die Besonderheit des EMS-Trainings ist darüber hinaus, dass wesentlich mehr F-Fasern trainiert werden, als es mit einem herkömmlichen Training möglich wäre.
Wie Läuft ein Training in Der Regel ab?

Bei EMS-Training werden Elektroden an Muskelgruppen angeschlossen und diese über Reizstrom stimuliert. In sog. EMS Studios erhält man dazu in der Regel einen eng anliegenden Anzug, der einem Fahrradanzug ähnelt. Der Anzug wird mit warmen Wasser befeuchtet um die Leitfähigkeit zur Haut herzustellen. Darauf werden Elektroden mit elastischen Bändern befestigt. Üblicherweise können 4-6 Muskelgruppen gleichzeitig stimuliert und somit trainiert werden. Das Training selbst dauert etwa 20 Minuten und wird je nach Studio in einer statischen Position oder durch einfache Übungen unterstützt.

Ein Training von 20 Minuten Dauer soll dabei den Effekt von bis zu 5 Stunden konventionellem Training haben.
Muss man darüber hinaus überhaupt noch Trainieren?

Wie schon beschrieben, trainiert das elektronische Muskelaufbautraining nur die F-Fasern. Um auch die S-Fasern zu trainieren, sollte weiterhin Ausdauer-Training wie z.B. Radfahren, Laufen oder Schwimmen durchgeführt werden.
GIBT es Nebenwirkungen oder Gefahren?

Wie bei jedem Training gibt es auch beim EMS-Traing Indikationen, die gegen den Einsatz vom EMS sprechen. Besonders Menschen, die an Epilepsie leiden oder einen Herzschrittmacher haben wird von EMS-Training abgeraten. Ansonsten hat das Training kaum bekannte Nebenwirkungen. Berichte über negative Auswirkungen des EMS-Training, haben wir in der Rubrik Negative-EMS-News, zusammengefasst. Sollten Sie unsicher sein, ob das Training für Sie gesundheitlich zumutbar ist, sprechen Sie am besten vor Trainingstart mit Ihrem Hausarzt.

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